Seit ein paar Wochen wohne ich bei den Schwestern (Missionareschwestern vom Kostbaren Blut), mit denen ich ja auch zusammen arbeite und die die Centros leiten. Ich verstehe mich sehr gut mit ihnen, auch wenn sie natürlich sehr religiös sind und es ihnen schon ziemlich wichtig ist, dass ich ab und zu in die Kirche gehe und das schon etwas mühsam sein kann. Aber ist okay. Sonst sind sie alle voll lustig und sie kümmern sich sehr um mich und schauen immer darauf, dass ich eh genug esse und so:)


Normalerweise haben sie immer in der Früh um 06:30 eine Messe, vor dem Mittag- und Abendessen wird eine halbe Stunde gebetet. Am Sonntag geht dann jede Schwester in die Kirche ihrer Wahl.
Unter der Woche bin ich in der Früh meistens eh schon weg, bevor die Messe beginnt. Am Nachmittag freuen sie sich zwar, wenn ich in die Kapelle komme, aber es ist kein Muss für mich. Auch am Samstag in der Früh ist es so. Nur am Sonntag ist es ihnen sehr wichtig, dass ich mich irgendjemanden anschließe, um in eine Messe zu gehen. Meistens gehe ich mit Irmã Paulina mit, die in eine Kirche beim Mercado Xipamanine geht. Manchmal gehe ich aber auch mit ein paar Schwestern in eine Kirche, ganz in der Nähe vom Convento. Einmal bin ich auch mit irmã Odete mit in eine Kirche am anderen Ende von Maputo gefahren. Das werde ich so bald wohl eher nicht mehr machen, weil wir schon um 05:30 los mussten um rechtzeitig anzukommen. Allerdings fand ich die Kirche dort voll cool, sie besteht aus einem mit Blech überdachten Sandplatz auf dem Plastigsessel aufgestellt sind und ganz vorne ein Altar. Ich war auch einmal bei einer Messe auf einem Basketballplatz






02.02.2024
Heute gab es ein Fest im Convento, deswegen bin ich nicht nach Massaca gefahren. Es wurde einerseits gefeiert, weil neue Postulantinnen dazugekommen sind, andererseits, weil 2 Schwestern ihre Gelübtnisse erneuert haben(so hab ich das zumindest verstanden…).
Schon die letzten paar Tage, gab es spezielle Messen am Abend, bei denen die beiden Schwestern die Mittelpunkte waren. Außerdem haben sie 2 Tage lang geschwiegen. Um sie zu unterstützen, haben wir bei gemeinsamen Essen auch immer nicht geredet.
Heute in der Früh wurden dann die neuen Postulantinnen begrüßt. Nach dem großen Frühstück haben wir angefangen, alles für die Feier zu Mittag herzurichten. Ich hab beim Tische herrichten geholfen. Dabei habe ich ein Tablett volll Wein-und Sektgläsern unabsichtlich zerbrochen… für die Schwestern war das ein Zeichen, dass ich mich bei ihnen zu Hause fühle☺️
Um 11:30 war eine Messe und nach der Messe ging die Feier los. Es wurde allen gratuliert und gesungen, dann richtig viel gegessen!





Am Abend gab es dann nochmal ein Festessen, bei dem die vielen Überreste vom Mittagessen aufgegessen wurden. Dann haben die neuen Postulantinnen noch getanzt. Beim letzten Tanz haben sie alle eingeladen, mit zu tanzen:)