26.06.2024 – 27.06.2024
Gemeinsam mit der Tia Alda habe ich Hausbesuche bei den Erziehungsberechtigten gemacht.
Ich war schon einmal mit ein paar Tias ein paar Familien besuchen, denn seit diesem Schuljahr (das Anfang Februar begonnen hat) sind ein paar Kinder nicht mehr ins Zentrum gekommen. Wir haben die Familien gefragt, was die Gründe dafür sind und haben so ein paar Kinder wieder zurück ins Zentrum holen können.
Dieses mal wollten wir einfach wissen, wie sich die Kinder zu Hause verhalten und den Erziehungsberechtigten vorschlagen, was sie mit ihren Kindern machen können (z.B. Wäsche waschen, gemeinsam Lernen,…), ihnen erzählen, wie sich die Kinder im Zentrum verhalten bzw. den Erziehungsberechtigten anbieten, uns im Zentrum zu besuchen. Auch sonstige Anliegen wurden besprochen.
Am ersten Tag (26.06.2024) sind wir bei einem Supermarkt vorbeigekommen, der am Tag zuvor überfallen wurde, mit Waffen und allem drum und dran. Die Polizei war da und ein kleiner Menschenauflauf. Es wurde viel diskutiert und die Leute waren verzweifelt.
Außerdem haben wir 2 Kinder aus der Escolinha aufgegabelt und sie ins Zentrum gebracht, damit sie sich dort vor der Schule noch waschen und Mittagessen konnten.
Wir haben ein paar Familien besucht und mit verschiedenen Leuten über die Kinder geredet. Wenn die Erziehungsberechtigten nicht da waren, dann halt mit Geschwistern oder Freunden. Irgendwann hat es dann angefangen zu regnen. Wir haben uns unter ein kleines Vordach gestellt, sind aber trotzdem ziemlich nass geworden. Als wir dann weitergegangen sind, haben wir noch ein Kind aus dem Zentrum getroffen, das mit seinem Fahrrad unterwegs war. Wir haben es gefragt, warum es nicht in der Schule war und es meinte, dass seine Mutter gesagt hat, er müsse wegen dem Regen nicht in die Schule. Als wir meinten, dass es das nächste mal trotz Regen in die Schule gehen sollte, hat es gefragt: „A culpa é minha ou da minha mãe?“ („Ist es meine Schuld oder die meiner Mutter?“) das hat mich und die Tia Alda zum Lachen gebracht:) wir meinten, es sei schon auch irgendwie seine Schuld, weil er den Vorschlag seiner Mama akzeptiert hat.
Am 2. Tag (27.06.2024) war das Wetter sehr schön, wir haben viele Familien besucht. Ein paar Gespräche habe ich auch allein geführt.
Massaca ist sehr schön und die Leute sind ziemlich gesprächig. Von ein paar Familien haben wir auch Obst und Gemüse aus den Gärten geschenkt bekommen, zum Beispiel Pomelos, Mais und Mandioca 🙂



