20.06.2024
In der Früh wurde ich zum Convento bestellt, ich könne mit, bis nach vorne fahren und von dort aus dann ein Chapa nach Massaca nehmen.
Weil ich zu Hause schon gefrühstückt habe, wollte ich im Convento nicht nochmal frühstücken. Das wurde aber nicht akzeptiert und ich würde mit zwei Händen voll Erdnüssen ausgestattet (die sind mir dann alle im Auto runtergefallen…:)
In Boane wurde mir dann gesagt, dass ich eigentlich auch mitkommen kann auf die Beerdigung von einem Verwandten eines Kollegen und so haben wir die (sehr versteckte)Kirche in Boane gesucht.
Die Messe war zwar wirklich sehr traurig, aber schön gemacht.
Die Beerdigung am Friedhof habe ich leider nicht ganz mitbekommen, weil wir einen Pinkelplatz gesucht haben und deswegen als letztes beim Grab waren und dadurch ganz weit hinten gestanden sind.
Nachher sind wir zum Haus der Familie gefahren, das übervoll war, die Leute sind auch auf den Nachbargrundstücken gesessen und so haben wir auch dort überhaupt nichts mitbekommen.
Dann gab es Essen. Für die Leute aus der Kirche wurde zusätzlich auch Fleisch serviert, für alle anderen Xima/Reis mit Bohnen oder Kohl. Das hat mich nicht wirklich gestört, aber die anderen haben sich etwas darüber aufgeregt.
Dann haben wir noch 2 avós nach Hause begleitet. Die eine wohnt in einer seeehr langen seeeeeehr schmalen Straße. Da passt wirklich nur ein Auto auf einmal durch. Zum Glück helfen die Leute, die dort wohnen gerne den Autofahrer*innen indem sie ihre Garagen und Gärten zum Ausweichen aufsperren.
Man wird hier schon sehr oft mit dem Tod konfrontiert. In Österreich war ich in meinem ganzen Leben vielleicht 2 oder 3 Mal bei einer Beerdigung, hier schon 2 Mal. Man hört auch dauernd von Todesfällen von Verwandten oder Freunden.