Erstes Mal…

Die erste Woche hier habe ich hauptsächlich zu Hause und mit der Gastfamilie verbracht, weil gerade Wahlen und deswegen immer wieder Proteste geplant waren.
Letzte Woche habe ich noch einen portugiesisch Kurs gemacht.

… (Erd-)Äpfel mit einem Messer geschält

Ich habe hier tatsächlich das erste Mal einen Erdapfel mit einem Messer geschält. Das ist gar nicht so einfach! Man muss darauf achten, dass man die ganze Schale wegbekommt und gleichzeitig darauf schauen, dass man nicht zu viel von der Kartoffel wegschneidet. Wenn man das gut kann, dann geht es echt schnell und man hat dann so richtig lange Schalenstreifen. Bei mir ward das ein ziemliches gefutzel. Ich war ur langsam und dann hatte ich lauter kleine Schalenstückelchen. Auch Äpfel schäle ich zu Hause normalerweise nicht.

… im Supermarkt

Es gibt hier alle möglichen Größen von Supermärkten. Ganz kleine, die bestehen aus einem kleinen Betonblock. Durch ein Fenster kann man bestellen, was man gerne kaufen möchte. Normal große und dann ur riesige. Z.B. gibt es hier einen Super Spar. Dort bekommt man einfach ALLES! Nicht nur Esse, sondern auch Werkzeug, Haushaltsgeräte und einfach alles was das Herz begehrt. Und dann gibt es nicht von allem einfach eines, sondern man hat eine ewig lange Reihe, wo man sich ein Öl aussuchen kann oder eine Zahnpasta oder was auch immer man braucht.

… in Matola

Meine Gastfamilie hat ein Grundstück in Matola, auf dem sie Obst und Gemüse anbauen. Auch ein paar Hühner und Enten und ein Hund wohnen dort.
Auch meine Gastoma lebt in Matola. Die waren wir zweimal besuchen. Auch bei ihr gibt es viele Obst- und Gemüsepflanzen zu entdecken und Hühner und ein Hund leben hier.

Beim ersten Mal hat sie mir eine riesige Schachtel Eier geschenkt. Beim zweitenmal waren wir bei einer Geburtstagsfeier. Da gab es (wie immer in Mosambik 🙂 ) ziemlich viel zum Essen.

… Regen

Der erste Regen, den ich hier erlebt hab, hat mich doch etwas überrascht. Es hat gar nicht mehr aufgehört zu schütten. Die Tage danach waren überall die Schlaglöcher mit ziemlich viel Wasser gefüllt. Vor allem wenn man außerhalb von Maputo abseits der Hauptstraßen gefahren ist, war es ziemlich nass.

… keine Wolken am Himmel!

Das war am Wochenende und da hab ich mich natürlich gleich auf den Weg gemacht, um Maputo zu erkunden. Lange hab ich es allerdings nicht ausgehalten. Die Tage davor war es zwar auch ziemlich heiß, aber die Sonne ist nicht durch die Wolkenschicht durchgekommen. Ohne Wolken hat die Kraft der Sonne gleich ein neues Level angenommen. Es war sooo extrem heiß!!! Trotzdem hat mir das bisschen Maputo, dass ich gesehen habe, sehr gut gefallen!

… versucht eine Blume zu sticken

Gestern (23.10.2023) hat mir Irmã Paulina gezeigt, wie ich eine Blume sticken kann. Bei ihr hat das so einfach ausgeschaut! Bei mir hat es allein ewig gedauert, bis ich die Kurve vom Kreis hingekriegt hab. Man muss dabei so winzig kleine Bewegungen machen und ziemlich viel Geduld haben. Aber schlussendlich hab ich es geschafft, etwas zu sticken, was mehr oder weniger wie eine Blume ausgesehen hat 😊

… Bus/Chapa gefahren

Heute (24.10.2023) bin ich das erste Mal mit einem öffentlichen Bus und dann einem Chapa gefahren. Zum Glück hat mich Irmã Odete begleitet! Um 05:45 ist es losgegangen, weil da der schnelle Bus von Maputo weggefahren ist. Der Bus war schon etwas voll, also sind wir gestanden, bis dann irgendwann doch noch was freigeworden ist. Wegen Taschendieben muss man seine Tasche immer vor dem Bauch tragen und wertvolle Sachen, gut verstauen.
Das Ticket kauft man im Bus. Der Schaffner quetscht sich durch die Menge durch und verteilt die Tickets. etwas später geht dann ein zweiter Schaffner durch und entwertet die Tickets, indem er sie löchert.
Mit dem Bus sind wir bis nach Boane gefahren. Dort sind wir schnell weitergelaufen zu einem Chapa. Das sind Minivans eigentlich für ca. 10 Personen. Aber hier passen so viele rein, wie eben reinmüssen. wenn man denkt, dass beim Eingang niemand mehr reinkann, springt der Schaffner schnell durch ein Fenster ins Innere des Chapas und fängt an, die Leute weiterhinten enger aneinander zu drängen. Irmã Odete und ich sind als eine der letzten in das Chapa hineingekommen. Ich bin also gleich bei der Tür gestanden, also wirklich an die Tür gedrückt. Irmã Odete hat mir gesagt, dass ich die Finger von der Tür nehmen soll, damit ich sie nicht einquetsche, wenn die Tür aufgeht. Ich dachte mir nur, dass das wahrscheinlich mein geringstes Problem sein wird, wenn die Tür aufgeht. Weil dann würde ich einfach rückwärts rausfallen…
Von Boane sind wir nach Massaca gefahren. Am frühen Nachmittag sind wir den gleichen Weg zurückgefahren. Zu dieser Uhrzeit war zum Glück nicht so viel los. Im Chapa konnten wird normal stehen und im Bus haben wir sogar gleich einen Sitzplatz bekommen!

Obwohl ich noch nicht so viel rausgekommen bin, hab ich doch ziemlich viel zum ersten Mal gemacht und ich bin sicher, dass noch sehr viele „erste Male“ folgen werden 😊

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lenchen

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Moçambique

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