Monte Rossina – „Wwoofing“

12.09.2022 – 25.09.2023

https://wwoof.pt/de/host/13467

Der Weg zur biologischen Farm war etwas spannend. Eigentlich wollte ich den Zug ganz in der Früh nehmen, aber leider bin ich nicht aus dem Hostel hinausgekommen. Also habe ich gewartet und bin später gefahren.

Ein paar Stunden später ist der Zug verspätet in Lissabon angekommen und weil der Anschlusszug so knapp gefahren ist, bin ich einfach schnell, ohne zu schauen in den Zug gegenüber hineingesprungen. Weil der Zug dann aber nicht weggefahren, sondern erstmal noch 20 Minuten stehen geblieben ist, hatte ich schon ein bisschen Angst, dass es der falsche ist. War aber der richtige:) Von Grândola hat mich Barbaras Sohn Pedro abgeholt und wir sind zur Farm gefahren.

Es sind noch 2 andere Österreicherinnen, Aurelia und Theresa, auf der Farm. Der Plan mit dem Portugiesisch lernen wird wohl nicht ganz aufgehen🫣

Ich schlafe im Wohnwagen bzw. 3 Nächte mit den andern 2 im Zelt. Es gibt eine Outdoor-Küche, die zwar überdacht, aber rundherum offen ist.

Wir arbeiten am Vormittag ein paar Stunden (von ca. 08:30/09:00 bis 12:00), dann machen wir eine lange Pause, weil es einfach zu heiß ist. Um 17:00 geht es dann wieder weiter für etwa 1-2 Stunden. Die Wochenenden haben wir frei.

Wir haben ganz verschiedene Sachen gemacht, zum Beispiel Süßkartoffel geerntet, Samen eingepflanzt, Stroh auf die Beete gelegt (damit die Pflanzen vor Frost geschützt sind),… Ein paar Sachen hab ich weiter unten noch beschrieben:

Syntropische Landwirtschaft

Nach der Idee vom Schweizer Ernst Götsch (in Brasilien) haben wir angefangen, einen kleinen Wald zu pflanzen. Die Idee dahinter ist, die Natur möglichst zu imitieren, also verschiedene Bäume und Büsche einzupflanzen und dazwischen Obst und Gemüse abzubauen. Dazu mussten wir zuerst die Erde aufbereitet:

  • Rillen graben
  • Äste suchen/in die Rillen legen
  • Grünzeug schneiden/auf die Äste legen
  • Erde/Kuhkacke darauf leeren
  • das Ganze mit Stroh bedecken
  • Pflanzen verschiedenster Art einpflanzen

Wir haben mehrere Tage Äste gesammelt und Grünzeug geschnitten. Man braucht dafür total viel! Das mit dem Stroh ging dafür halbwegs schnell, obwohl man auch extrem viel Stroh benötigt. Eingepflanzt werden verschiedene Bäume und dazwischen kann man dann Gemüse und Obst anpflanzen.

Gitter aus Bambus für die Bohnen

Um die Gitter für die Bohnen zu bauen, haben wir Bambusäste zugeschnitten und dann mit Draht, Schnüren und Kabelbinder aneinander gebunden. Dann haben wir sie in den Beeten windsicher aufgestellt. Jetzt können die Bohnen an ihnen hinauf klettern 🙂

Duck-House

Das Haus für die Enten haben wir in blau und weiß angestrichen. Weil der Regen die Farbe auf einer Seite wieder weggewaschen hat, haben wir noch einmal darüber gemalt. Dann haben wir zu dritt das Haus an seinen Platz getragen. Es war ziemlich schwer, aber jetzt haben die Enten einen schönen Platz:)

Caju das Schaf

Theresa, Aurelia und ich sind die Esel füttern gegangen. Aurelia ist dabei zu den Eseln und Schafen hineingegangen. Ein Fehler! Das Schaf Caju, das früher gemeinsam mit den Hunden gelebt hat und anscheinend wirklich zutraulich war, ist voll auf sie losgegangen. Es hat Schwung geholt, mit dem Kopf ausgeholt und ist ihr nachgerannt. Aurelia konnte sich gerade noch über den Zaun retten. Zum Glück ist nichts passiert und wir können jetzt darüber lachen.

Unser lieblings Thema: Essen

Einmal haben wir Frittatensuppe und Kaiserschmarrn mit Apfelmus für die portugiesische Familie gekocht. Die Frittatensuppe hat ihnen nicht so gut geschmeckt, der Kaiserschmarrn und das Apfelmus dafür schon (später dann auch die Frittaten mit dem Apfelmus). In Portugal bekommt man in den Supermärkten anscheinend kein Apfelmus und keine Suppenwürfel.

Es gibt anscheinend keine oder nur sehr, sehr wenige typisch portugiesische Gerichte, die vegetarisch sind. Außerdem hat die Familie hier kein einziges Mal mit uns vegetarisch gegessen, sondern immer nur Fleisch. Wir Vegetarier haben dafür alle paar Tage Tortillas gegessen und ansonsten viel Reis.

Wochenenden

Leider hat es am 1. Wochenende geregnet. Allerdings war die Geburtstagsfeier von Tiago und von Freitag bis Dienstag waren viele Leute hier.

Am 2. Wochenende war Daniel, ein Freund von Pedro, hier. Zum Glück war es voll sonnig. Wir waren gemeinsam 2x am Strand. Er ist extrem schön und beeindruckend.

Der Sandstrand an der Küste von Alentejo ist einer der längsten Europas. Er ist rund 30 Kilometer lang.

Fotos von der Aurelia 🙂

Veröffentlicht

Aktualisiert

Autor

lenchen

Schlagwörter

Kategorien

Portugal

Kommentare